18. Dezember 2025

7 Trends, die den österreichischen Hotelmarkt 2026 prägen

Entdecke die 7 wichtigsten Trends und Herausforderungen, die den österreichischen Hotelmarkt 2026 prägen – von eventgetriebener Nachfrage und Preisgestaltung bis hin zu Personal, Kosten und Nachhaltigkeit.

7 Trends, die den österreichischen Gastgewerbemarkt im Jahr 2026 prägen werden – Blog-Platzhalter

Wenn du ein Hotel in Österreich führst, ist Nachfrage heute vermutlich weniger deine grösste Sorge als noch vor einigen Jahren. Gäste reisen wieder, und in vielen Regionen haben die Nächtigungszahlen bereits das Niveau vor der Pandemie erreicht oder sogar übertroffen.

Österreich verzeichnete im Sommer 2025 eine Rekordzahl an Nächtigungen. Laut den aktuellen Tourismusdaten von Statistik Austria lagen die Nächtigungen rund 2,2 % über dem Vorjahr und bestätigten damit die starke Erholung sowohl in klassischen Ferienregionen als auch in Städten.

Ein starker Markt bedeutet jedoch nicht automatisch einen einfachen Markt. 2026 werden nicht jene Hotels erfolgreich sein, die lediglich ihre Zimmer füllen. Entscheidend ist, wie gut Betriebe mit Volatilität, Kostendruck, veränderter Vertriebsmacht, Personalmangel und Investitionsentscheidungen umgehen können – ohne dabei Qualität und Positionierung zu gefährden.

Hier sind die wichtigsten Trends und Herausforderungen, die den österreichischen Hotelmarkt 2026 prägen.

1. Starke Nachfrage – aber regional sehr unterschiedlich

Der österreichische Hotelmarkt entwickelt sich insgesamt positiv. Branchenanalysen von Statista schätzen seinen Marktwert 2025 auf über 23 Milliarden US-Dollar, mit weiterem Wachstum bis 2030.

Die Nachfrage ist jedoch regional sehr ungleich verteilt. Alpine Regionen wie Tirol und Salzburg vereinen mehr als die Hälfte aller Nächtigungen auf sich, während Wien rund 30 % des gesamten österreichischen Hotelmarktes ausmacht. Diese Unterschiede zeigen sich deutlich in den regionalen Nächtigungsstatistiken von Statistik Austria.

Für 2026 bedeutet das: Es gibt nicht den einen „österreichischen Markt“. Was in Wien funktioniert, funktioniert nicht automatisch in Tirol – und umgekehrt. Preisgestaltung, Forecasting und Planung müssen regionale Realitäten abbilden: Stadt versus Alpenraum, eventgetrieben versus saisonal.

2. Buchungsverhalten wird schneller und zunehmend eventgetrieben

Während die Gesamtnachfrage hoch bleibt, hat sich das Buchungsverhalten deutlich verändert. Hoteliers berichten österreichweit von Nachfrage, die:

  • stärker auf Wetter und Events reagiert
  • weniger gleichmässig über die Saison verteilt ist
  • sensibler auf Preistransparenz auf digitalen Plattformen reagiert

Der Veranstaltungskalender 2026 verstärkt diese Dynamik zusätzlich. Ein zentrales Beispiel ist der Eurovision Song Contest 2026 in Wien, der gemäss Angaben der European Broadcasting Union (EBU) weltweit rund 160 Millionen Zuschauer:innen erreicht und erfahrungsgemäss zu starken Nachfragespitzen, höheren Durchschnittspreisen und verlängerten Aufenthalten rund um das Event führt.

Neben Grossereignissen treiben medizinische Kongresse, Messen und Kulturveranstaltungen kurzfristige Nachfrage, insbesondere in Wien, Salzburg und Graz. Veranstaltungen wie der European Congress of Radiology (ECR) der European Society of Radiology erzeugen regelmässig starke Midweek-Nachfragespitzen mit sehr kurzen Buchungsvorlaufzeiten.

Für 2026 bedeutet das:

Nachfrage tritt zunehmend in Wellen auf, nicht in gleichmässigen Kurven. Wer mit starren Saisonpreislisten arbeitet, riskiert Umsatzverluste, weil Preise nicht mit der tatsächlichen Nachfrage mitgehen.

3. Verschiebungen im Vertrieb erhöhen die Komplexität der Preissteuerung

Österreich bleibt ein stark OTA-getriebener Markt, insbesondere für unabhängige Hotels.

Erstmals überholen Online Travel Agencies Suchmaschinen als Ausgangspunkt für die Hotelsuche. Laut dem Changing Traveller Report 2026 von SiteMinder beginnen inzwischen 26 % der Reisenden ihre Hotelsuche direkt auf einer OTA.

Für 2026 bedeutet das:
Distribution ist eine strategische Entscheidung. Preisstrategien müssen unterstützen:

  • den gewünschten Channel-Mix
  • die Vertriebskosten, die getragen werden können
  • die gezielte Steuerung von Nachfrage in Hoch- und Nebenzeiten

4. Investitionen bleiben hinter der Nachfrage zurück

Trotz starker Tourismuskennzahlen bleibt die Investitionstätigkeit im österreichischen Hotelmarkt unter dem langjährigen Durchschnitt.

Marktanalysen von Christie & Co zeigen, dass sich das Transaktionsvolumen 2024 zwar gegenüber 2023 verbessert hat, aber weiterhin unter dem 10-Jahres-Durchschnitt liegt. Der Bericht weist zudem darauf hin, dass es Zeit braucht, bis starke touristische Performance vollständig in Investitionsbereitschaft und Finanzierung übersetzt wird.

2026 stehen viele Eigentümer daher vor anspruchsvollen Entscheidungen rund um:

  • Renovierungen und Repositionierungen
  • Nachhaltigkeitsinvestitionen
  • Rendite- und Risikoabwägungen

Revenue Management gewinnt in diesem Kontext an Bedeutung – nicht nur operativ, sondern auch als Grundlage für Investitions- und Risikoplanung.

5. Nachhaltigkeit ist Politik, Förderung und Positionierung – nicht nur ein Kostenfaktor

Nachhaltigkeit ist in Österreich fest in der politischen Agenda verankert. Mit der Sanierungsoffensive 2026 stellt die Bundesregierung laut dem Bundesministerium für Klimaschutz von 2026 bis 2030 jährlich 360 Millionen Euro zur Verfügung, um energieeffiziente Gebäudesanierungen und klimafreundliche Heizsysteme zu fördern.

Gleichzeitig betont die Österreich Werbung, dass Nachhaltigkeit für Gäste zunehmend ein buchungsrelevanter Faktor bei der Wahl von Destination und Unterkunft ist.

Preisstrategien müssen diesen Mehrwert gezielt abbilden – insbesondere in nachfragestarken Phasen – statt Kosten pauschal über fixe Raten zu verteilen.

6. Personalmangel begrenzt weiterhin den strategischen Fokus

Der Personalmangel bleibt eine zentrale Herausforderung für die österreichische Hotellerie. Branchenberichte der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zeigen anhaltende Rekrutierungsschwierigkeiten, insbesondere in operativen und administrativen Bereichen.

In der Praxis bedeutet das: Teams sind stark ausgelastet, der Fokus liegt auf dem Tagesgeschäft. Strategische Aufgaben wie Marktanalyse, Preisüberprüfung oder Vertriebsoptimierung werden häufig aufgeschoben.

Für 2026 braucht es daher klarere Prozesse und bessere Entscheidungsunterstützung – nicht mehr manuelle Arbeit – um mit schlanken Teams wettbewerbsfähig zu bleiben.

7. Steigende Kosten machen Präzision unverzichtbar

Energie-, Personal- und Beschaffungskosten steigen weiter. Kostenindizes von Statistik Austria zeigen, dass Margen selbst bei guter Auslastung unter Druck geraten.

In diesem Umfeld gewinnen Preisentscheidungen deutlich an Bedeutung:

  • Wann sind höhere Preise realistisch?
  • Wo wird Nachfrage unterbewertet?
  • Welche Zeiträume tragen tatsächlich zur Marge bei – und nicht nur zur Auslastung?

Datenbasierte Preisgestaltung ersetzt Bauchgefühl nicht vollständig, liefert aber klarere Signale für fundierte Entscheidungen.

Ausblick: 2026 steht im Zeichen von Klarheit und Anpassungsfähigkeit

Österreich startet mit starken Fundamenten in das Jahr 2026. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch nicht im Füllen der Zimmer, sondern im Umgang mit einem Markt, der sich schneller bewegt, regional stärker unterscheidet und weniger Fehlertoleranz lässt.

Eventgetriebene Nachfrage, veränderte Vertriebsmacht, steigende Kosten, Nachhaltigkeitsanforderungen, Personalmangel und zurückhaltende Investitionen laufen in einem Punkt zusammen: bei deinen täglichen Entscheidungen.

Hotels, die 2026 erfolgreich sind, bringen Klarheit in Komplexität – mit Preis- und Planungsprozessen, die sich an den Markt anpassen, schlanke Teams unterstützen und langfristige Wertschöpfung sichern.

Denn wenn sich der Markt schnell verändert, entsteht Sicherheit nicht daraus, schneller zu reagieren als alle anderen, sondern daraus, zu wissen, wann man handelt – und warum.

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